Kultur und Religion in Kanada

Kanada ist ähnlich wie die Vereinigten Staaten ein Land mit den unterschiedlichsten Kulturen und Religionen. Offiziel hat das Land keine Religion. Gut 75 % aller Kanadier zählen sich jedoch zu den Christen, doch die Vielseitigkeit der Religionen ist Teil der kanadischen Kultur. Kanada hat eine Art 'post-religiöse' Phase zur Zeit, in der immer weniger nach der Religion leben und diese auch nicht mehr als wichtig empfinden.

Andere Religionen hingegen werden nach wie vor praktiziert. Durch die große Zuwanderung aus Kontinenten wie Afrika, Asien und dem Nahen Osten sind auch wesentlich mehr Moslems, Buddhisten, Sikh und Hindus in Kanada ansässig. Doch es gibt auch sehr viel seltenere Religionen in Kanadas Grenzen. Dazu gehören der Bahai Glauben, die Unitarian Universalists, Judentum, Heiden und die Religionen der First Nations.

Der Islam ist sehr gut vertreten in Kanada. Die erste Moschee wurde 1936 in Edmonton gebaut, eine recht populäre Gegend. Die Moslems leben seit langer Zeit in Kanada, lange bevor die erste Moschee gebaut wurde, und sind bis heute eine der größten Religionsgruppen nach dem Christentum.

Die Sikhs sind ein weiterer Religionszweig in Kanada, der sich gut etabliert hat. Schon seit 1897 leben sie hier und zählten zu den wenigen asiatischen Kulturen, die loyal gegenüber der englischen Königin waren. Doch das brachte kaum Vorteile für die Immigranten in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Als eine große Welle von Sikhs Anfang des 20. Jahrhunderts nach Kanada kam, wurde ihnen sogardas Wahlrecht untersagt. Seit das Immigrationsrecht in den 1960er Jahren wesentlich erleichtert wurde, sind zahlreiche Sikhs ins Land gekommen, ein regelrechter Boom.

Da das Land darauf setzt, die kulturellen Unterschiede nicht zu integrieren sondern zu erhalten und zu nutzen, ist es sehr einfach in Kanada zu leben.